Leis­tungs­klasse III
Robert Hahn

über Robert Hahn

Robert wurde 1974 geboren und wuchs in Chemnitz auf. Den ersten Gipfel bestieg er 1992 im Bielatal: die Johannismauer. Seine persönlichen Saison-Highlights spielten sich aber noch als U19-Fußballer in den Stadien der damaligen sächsischen Bundesligisten aus Leipzig, Dresden, Chemnitz und Aue ab. Zum Klettern kam Robert erst über den zweiten Bildungsweg während seines Studiums in Dresden. In der Szene ist er als Autor der Kompakt-Kletterführer bekannt. Die jahrelange Arbeit an diesem Führer, der alle Gipfel der Sächsischen Schweiz beschreibt, hat ihn zu einem hervorragenden Kenner des Gebirges gemacht.

Zur Liste

Robert Hahn

Motivation

von Robert Hahn

Als Uwe mich fragte, ob ich für sein Buchprojekt die Konzeption der „Leistungsklasse III“ („LK III“) übernehmen könnte, habe ich mich sehr auf die Arbeit gefreut. Schließlich ist es das, was ich am liebsten mache: Meine Begeisterung für das Klettern im sächsischen Sandstein mit anderen Menschen teilen oder sie damit anstecken.
Welcher Gedanke steht hinter der Norm „LK III“ mit ihren 1000 Punkten, die es innerhalb eines Jahres zu erreichen gilt?
Die 100 Routen der „LK III“ sollen eine Hilfe für diejenigen sein, die gerne ihr Kletterniveau in den VIII. Grad und damit in die „LK II“ steigern möchten. Die Liste ist als Hilfe zu verstehen, mit der man seine persönlichen Fähigkeiten schrittweise verbessern und erweitern kann. Grundidee meiner Zusammenstellung ist es, eine Entwicklung zu ermöglichen – nicht eine beliebige Anhäufung „schöner“ Routen oder die Aufzählung der „krassesten“ Wege zu liefern. Die Auswahl soll mit leichteren Graden beginnend allmählich die Fähigkeit aufbauen, anspruchsvolle, aber vor allem erlebnisreiche Sandsteinrouten zu meistern. Dabei würde ich jeden einzelnen der 100 Wege jederzeit wieder vorsteigen. Es sind ausdrücklich keine „sächsischen Heldentaten“ dabei, die man einmal und nie wieder klettert, aber gerne seinen Bergfreunden „weiterempfiehlt“.
Der Schlüssel für Leistungssteigerungen liegt meiner Ansicht nach in zwei Dingen. Zum einen, der Freude am Klettern im Elbsandstein, und zum anderen, die eigenen Fähigkeiten so breit aufzustellen, dass sie alle Facetten des sächsischen Kletterns abdecken.

Freude ist deshalb ein so wesentlicher Faktor, weil sie entscheidend dazu beiträgt, die Vielzahl von Zumutungen, die das sächsische Klettern bereithält, zu kompensieren bzw. diese als Teil der Aufgabenstellung anzunehmen. Im Gegensatz zum Konzept des Sportkletterns, bei dem durch Eliminierung möglichst aller leistungsmindernden Rahmenbedingungen der Fokus bereits „von außen“ auf die Freude an der reinen Bewegung begrenzt wird, muss der Kletterer in der Sächsischen Schweiz in Anbetracht der unterschiedlichsten Zumutungen selbst aktiv für sein positives Mindset sorgen, um Kraft und Selbstbewusstsein zum Erreichen des nächsten Schwierigkeitsgrades zu entwickeln. Dabei ist es hilfreich, sich während und nach einer Begehung unter den vielfältigen Eindrücken auf die intensiven, befriedigenden Momente zu konzentrieren, in denen man für ein Problem unmittelbar eine Lösung gefunden hat. Die Liste der „LK III“ will dabei unterstützen, den Zumutungen (z. B. Schlingenlegen, Aufschlaggefahr, Wegfindung, Gesteinsqualität) nicht auszuweichen, sondern diese in verträglichen Dosen langsam zu steigern, die Toleranzschwelle anzuheben und so der Freude über Geleistetes mehr Raum zu geben. Analog dem Konzept des „Kompakt-Kletterführers“ sollen meine jeweiligen Kommentare Lust zum Einsteigen machen, aber gleichzeitig die Aspiranten auffordern, vor dem Einsteigen den Anspruch der Route mit den eigenen Fähigkeiten abzugleichen.

Der zweite Faktor für Leistungssteigerungen in Sachsen ist, sich möglichst jeder Klettertechnik zu stellen und das Einschleichen von Fehlstellen zu erkennen bzw. zu vermeiden mit dem Ziel, jede Route eines bestimmten Schwierigkeitsgrades meistern zu können. Das bewahrt vor Frustrationen, einer erheblich leistungslimitierenden Größe. Vor allem aber schützt dies vor Überraschungen, die bei „sächsischer“ Absicherung schnell gefährlich werden können. Im Elbsandstein ist der Anfänger, Familien- oder Gelegenheitskletterer (meist bis maximal im VII. Grad unterwegs) mit dem paradoxen Phänomen konfrontiert, zwar über weniger Erfahrung und Können zu verfügen als Experten des VIII./IX. Grades, sich aber in deutlich gefährlicherem Gelände bewegen zu müssen. Durch die vielen Bänder und Absätze in den leichteren Routen ist dort wesentlich seltener genügend Sturzraum vorhanden als in einer schweren, überhängenden Wand. Außerdem sind Weganlage und Absicherung stark von der jeweiligen Erschließungsperiode geprägt. In der über 150-jährigen Freiklettertradition vollzog sich in mehrfacher Hinsicht eine Wandlung. So gab es Regeländerungen für Erstbegeher (bis in die 1960er-Jahre durften Ringe nur freistehend geschlagen werden, später war hierzu das Sitzen in einer Schlinge erlaubt), technische Innovationen, die das Schlagen von Ringen erheblich erleichterten (Einführung des Kronenbohrers und in den 2000ern die Akku-Bohrmaschine) und nicht zuletzt die Abkehr von der „Siegen-oder-Sterben“-Mentalität vergangener Tage. Da sich die Entwicklung gleichzeitig von leicht zu schwer und von wenig gesichert zu gut gesichert vollzog, sind wir im Ergebnis oft mit der Kombination von „leicht“ und „wenig gesichert“ konfrontiert. Diese von vielen als unfair empfundene Situation, ließe sich nur durch nachträgliche Ringe lösen, was aber vom Sächsischen Bergsteigerbund bislang sehr restriktiv gehandhabt wird. Bleibt also einstweilen nur, weiträumige “No-Fall-Zones” in Kauf nehmend eine sorgfältige Routenauswahl zu treffen und die Evolution zu einem kompletten Kletterer zu vollziehen. Beides soll meine Wege-Zusammenstellung unterstützen. Die „LK III“ fragt alle Fähigkeiten ab, die man im Umgang mit den vielfältigen Formen des Sandsteins (Techniken für Wand, Reibung, Riss etc.) einerseits und dem richtigen Risikomanagement andererseits benötigt. Besonderes Augenmerk gilt dem Entwickeln der Fertigkeiten im Rissklettern. Hier sind die persönlichen Defizite häufig am größten, kann man doch diese Teildisziplin in der Halle nicht erlernen, und oftmals wirft die Absicherung Fragen auf. Auch braucht es bis zum Meistern aller Rissbreiten längere Zeit, und es muss anfangs eine gewisse Schmerztoleranz mitgebracht werden. Jedoch ist es durchaus lohnend, sich darauf einzulassen. Ausgereifte Klemmtechniken erweitern die Handlungsoptionen in als schwierig empfundenen Kletterpassagen erheblich und ermöglichen den Zugang zu völlig neuen Routen-Welten.
Für die „LK III“ habe ich zunächst 1000 Wege in die engere Wahl genommen, von denen ich jeden einzelnen als lohnend bezeichnen würde. Vorgaben waren die gleichmäßige Verteilung über die Klettergebiete, die Abbildung aller Klettertechniken und verschiedene Routencharaktere. Daraus musste dann die 100er-Liste destilliert werden. Dazu habe ich ein Raster mit vier Gruppen entworfen: 10 Routen bis VI, 20-mal VIIa, 20-mal VIIb, 50-mal VIIc. Basis der Schwierigkeitseinstufung ist der „Kompakt-Kletterführer“. Traditionell wird der Grad auf eine sogenannte „a.f.-Begehung im Onsight“ bezogen. Ausgecheckte und vorgehangene RP-Begehungen könnten sich deutlich leichter anfühlen. Innerhalb der vier Gruppen entsprechen jeweils die Punkte dem unterschiedlichen Gesamtanspruch der Routen, also die VIIb Wettersteinerweg ist mit 60 Punkten als deutlich anspruchsvoller ausgewiesen als die VIIb Lotlinie, für die es nur 20 Punkte gibt. Ein Vergleich der Punkte über die Grenzen des Schwierigkeitsgrades hinweg hat dagegen deutlich weniger Aussagekraft, weil die Punktesteigerung progressiv erfolgt. Auf diese Weise sollen zum Erreichen der „LK III“ die VIIc-Routen im Mittelpunkt stehen, statt Fleißarbeit in leichteren Wegen zu belohnen. So kann mit nur drei VIIc eine höhere Punktezahl erreicht werden als mit allen zwanzig VIIa-Routen. Im Verhältnis zu Klein, aber fein (VIIc mit 80 Punkten) ist die Westkante am Brückenturm (VIIa) keineswegs nur Spielerei, obwohl man das aus ihren 20 Punkten voreilig schließen könnte. Außerdem ist zu beachten, dass die aufgeführten Risswege der Schwierigkeit VIIc auch für Kletterer der „LK II“ eine Herausforderung darstellen dürften. Für Schulterrisse gilt VIIc sogar als die Endstufe, sie taucht deshalb gar nicht erst in der „LK III“ auf. Der Wießnerriss am Frienstein oder die Folter am Muschelkopf würden eigentlich in die Meisterklasse gehören.

Wegeliste der Leistungsklasse III

mit Kommentaren von Robert Hahn

Talwächter, Ostkante VI - 5 Punkte; 1916, Erhardt Renger – Ausgesetztes, herrliches Grifffest mit 360°-Panorama über das Rathener Felsrevier.

Hinteres Pechofenhorn, Gipfelstürmerweg V - 5 Punkte; 1920, Fritz Miersch – Sehr abwechslungsreiche Bergfahrt in der Hinteren Sächsischen Schweiz inklusive zweimal Nachholen an Sanduhren.

Vorderer Schroffer Stein, Westkante VI - 5 Punkte; 1976, Horst Umlauft – Außergewöhnliche Henkelparade für Genusskletterer.

Steinschleuder, Westkante VIIa - 10 Punkte; 1920, Emanuel Strubich – In der dritten Seillänge herrlich fester Fels und beeindruckend ausgesetzt. Vor der Crux kann eine dicke Schlinge ringwertig platziert werden.

Kleiner Wehlturm, FKV-Kante V - 10 Punkte; 1916, Erhardt Renger – Große Unternehmung, ausgesetzt und anspruchsvoll! Weite Sicherungsabstände, Vertrauen in kleine Sanduhren erforderlich.

Meurerturm, Genießerspalte IV - 10 Punkte; 1894, Oscar Schuster – Die Absicherung ist nicht fehlertolerant. Nicht vom Routennamen irreführen lassen: des einen Fetisch ist des anderen Hassobjekt.

Rauschenstein, Neuberweg (auch mit „EV“ oder „AV“) VI - 10 Punkte; 1913, Hans Neuber – Anspruchsvolle Absicherung und mehrere schwierige Passagen inklusive spektakulärem Einstiegsüberhang. Viel Zeit einplanen. Auch mit EV oder AV empfehlenswert.

Stiegenwächter, Talseite mit Ausstiegsvariante VIIa - 10 Punkte; 1958, Manfred Meißner – Typisch reibungslastige Schmilkaer Kletterei ohne böse Fallen.

Großer Gratturm, Finneweg VIIa - 10 Punkte; 1950, Willy Geburtig – Gutmütige, kombinierte Riss-Griff-Kletterei, um sich mit dem sächsischen Klettern vertraut zu machen.

Zyklopenmauer, Hoher Winkel VI - 10 Punkte; 1951, Herbert Wünsche – Beeindruckende Linie mit meist guten Handrissklemmern.

Zyklopenmauer, Maiweg (auch mit Einstieg „Kinderspiel“) VIIa - 10 Punkte; 1951, Horst Paul – Feine Bergfahrt zum Erfahrung sammeln für große Wände. Noch schöner, wenn man als erste Seillänge das „Kinderspiel“ vorschaltet.

Teichsteinwächter, Opas Weg VIIa - 10 Punkte; 1976, Helmut Mehnert – Einschließlich der Crux am zweiten Ring sind alle schwierigen Stellen gut absicherbar.

Dreifreundestein, Alter Weg IV - 10 Punkte; 1915, TV Naturfeunde – Perfekter Schulterriss zum Üben: übersichtlich kurz und ohne störende Schlingen … und schwer ;)

Rauensteinturm, Westverschneidung mit Direktvariante VIIa - 10 Punkte; 1970, Lutz Diestel – Je nach persönlicher Vorliebe gemütlich geklemmt oder athletisch gehangelt.

Liliensteinnadel, Geschützte Verschneidung VIIa - 10 Punkte; 1982, Joachim Friedrich – Bis zum Ring gute Schlingen … und dann ist das Schwierigste auch schon geschafft.

Stumpfer Kegel, Südostwand VIIa - 10 Punkte; 1923, Walter Sobe – Hier bleiben keine Wünsche offen: sonnenexponiert, bestes Gestein, gute Sicherung. Im überhängenden Gelände henkelt man sich, durch gute Plattenschlingen geschützt, bis zum Ring in 20 Metern Höhe, wo dann die kleingriffigere Crux folgt.

Verlassene Wand, Breiter Kamin VI - 10 Punkte; 1952, Helmut Richter – Gut absicherbar und auch ohne Gardemaß ein griffiger, trittiger Genuss. Wer allerdings nur das Spreizvermögen einer Wäscheklammer besitzt, könnte durchaus einen anderen Eindruck gewinnen.

Vorderer Dürrebielewächter, Lamento VIIa - 10 Punkte; 1980, Helmut Paul u. Dieter Fahr – Sehr gut gesicherte Kletterei an Leisten.

Vorderer Torstein, Erkerweg (ohne Einstiegspfeiler) VIIa - 15 Punkte; 1922, Walter Sobe – Sehr luftige Angelegenheit. In der Hauptschwierigkeit braucht man nur einmal hoch antreten und schon ist es geschafft … aber es ist eben auch eine seeehr exponierte Stelle. Nicht verunsichern lassen: Keiner der drei Ringe ist vom großen Absatz aus zu sehen.

Falkenstein, Kotzwand VIIa - 15 Punkte; 1919, Willy Kotz – Anspruchsvoller Klassiker in einer großen Wand. Unterhalb des dritten Ringes ist auf der ausgesetzten Reibung ein kühler Kopf erforderlich.

Bloßstock, Wenzelweg V - 15 Punkte; 1899, Heinrich Wenzel (mit künstlichen Hilfsmitteln) – Rustikale Bergfahrt und Zeitreise ins Jahr 1899 zu den Ursprüngen des sächsischen Kletterns.

Frienstein, Himmelsleiter VIIa - 15 Punkte; 1929, Hans Arnold – Notorische Rissvermeider könnten sich bereits in der ersten Hälfte der Route schwertun. Die herrliche Wandkletterei der zweiten Hälfte, muss teuer in „sächsischer Währung“ bezahlt werden.

Heringstein, Südriss VIIa - 15 Punkte; 1934, Walter Barth – Gepflegte Risskletterei, geeignet für eine persönliche Standortbestimmung.

Heringstein, Augustinhangel VIIa - 15 Punkte; 1926, Eduard Augustin – Beliebte Hangelrissverschneidung. Durchgängig gut strukturiert, was immer sichere, kontrollierte Züge zulässt.

Förster, Talseite VIIa - 15 Punkte; 1935, Helmut Oehme – Sollte in keinem Bergfahrtenbuch fehlen: 40-Meter-Reise durch festen Fels bei vernünftiger Absicherung. Man bewegt sich anhaltend in VIIa-Gelände plus längenabhängiger Einzelstelle am dritten Ring.

Zwillinge, Neuer Talweg mit Ausstiegsvariante VIIa - 15 Punkte; 1951, Hans Joachim Scholz – 60 Meter lange Freude in einem meist griffigen, ausspreizbaren Riss, in dem sich extrem viele gute Schlingen unterbringen lassen.

Sechserturm, Südostriss VIIa - 20 Punkte; 1958, Hans Joachim Scholz – Für Rathen gutes Gestein. Auf den 55 Metern bis zur Nachholöse ist es anhaltend schwer und trotz vieler Schlingen verbleiben weite Sicherungsabstände. Insbesondere der Teil der „Südkante“ ist nur mäßig absicherbar.

Brückenturm, Westkante VIIa - 20 Punkte; 1944, Günther Sturm u. Wolfgang Müller – Anspruchsvolle, 50 Meter lange Reibungsroute mit weiten Sicherungsabständen. Auf richtig trockene Bedingungen achten.

Wildensteinwand, Talriss VIIa - 20 Punkte; 1976, Gisbert Ludewig – Guter Test für das Beherrschen der Klemmtechniken in verschiedenen Rissbreiten plus Stressfaktor wegen des Selbst-absichern-Müssens.

Kleiner Lorenzstein, Lotlinie VIIb - 20 Punkte; 1984, Manfred Thieme – Fingerlochcrux nach dem zweiten Ring. Kurzer und gut gesicherter Testlauf für größere Wände.

Glatter Kegel, Nordwestriss VIIa - 20 Punkte; 1958, Günter Heinicke – Einer der ganz wenigen echten Risse, die sich im Bielatal finden lassen.

Honigstein, Zauberrippe VIIb - 30 Punkte; 1974, Rolf Sütterlin – Gut gesichert und für Rathen außergewöhnlich festes Gestein. Der Einstiegsboulder ist längenlastig.

Zyklopenmauer, Plattenwand VIIb - 30 Punkte; 1965, Klaus Schäfer – Gute Linie, herrliche Platten, fantastischer Blick – hier stimmt einfach alles. Disclaimer: Aber sachsentypisch auch mit “no fall zones”.

Teichsteinwächter, Zschandkante VIIb - 30 Punkte; 1969, Helmut Paul – Entspanntes Steigen in gutem Fels und bei ordentlicher Sicherung.

Verlassene Wand, Aehligweg VIIb - 30 Punkte; 1922, Kurt Aehlig – Spektakuläre, steile Kletterei in bestem Fels.

Vexierturm, Amselseekante VIIb - 35 Punkte; 1977, Horst Umlauft – 75 Meter Kletterrausch entlang einer super Linie. Als Akklimatisierungsroute für das weichere Rathener Gestein geeignet.

Kleine Herkulessäule, Herkules' Rippe VIIb - 35 Punkte; 1923, Dieter List u. Willy Oehmgen – Herrlich fest und steil auf jedem der 45 Meter zum Gipfel. Crux ist das Anklettern des dritten Ringes: Nur Mut, die Griffe bleiben fast immer positiv.

Großer Halben, Classic light VIIb - 40 Punkte; 2004, Matthias Gäbler u. Georg Willenberg u. Thomas Willenberg – Durch die für Schulterrisse ungewöhnlich gute Absicherung mit zwei Ringen ideale Gelegenheit, sich für „höhere“ Aufgaben zu qualifizieren.

Falkenstein, Nordwestkante VIIb - 40 Punkte; 1921, Otto Dietrich – Auf klassische Bergfahrt mit mehreren Seillängen einstellen. Die Einstiegswand ist anspruchsvoller als es von unten den Anschein hat.

Frienstein, Fliegelweg VIIb - 40 Punkte; 1921, Fritz Fliegel – Gutmütige und dennoch interessante Aufgabe in bestem Gestein.

Kanzelturm, Direkte Südwand VIIb - 40 Punkte; 1986, Manfred Vogel – Tolle 40-Meter-Mauer. Trumpf sind Kraftausdauer und Ruhe, was besonders für den Ausstieg gilt. Bei RP-Ambitionen viele Schlingen mitnehmen.

Großvaterstuhl, Talweg VIIb - 40 Punkte; 1957, Günter Heinicke – Fürs Bielatal mit 55 Metern überraschend lange Route. Unter dem großen Dach findet man eine gute Sanduhr und dann spektakuläre Züge zum zweiten Ring.

Langer Israel, Alter Weg VIIb - 50 Punkte; 1920, Walter Kaiser (1. anerkannte Begehung) – Klassiker auf einen der schweren Gipfel. Steiler Handriss, der selbst abgesichert werden will und wofür einiges an Kraft investiert werden muss.

Großer Halben, Wettersteinerweg VIIb - 50 Punkte; 1923, Rudolf Wintraken u. Karl Ullrich – Permanent ausgesetzte VIIb-Wandkletterei mit nur wenigen zwingenden Klemmstellen. Und das alles in super Gestein.

Großer Halben, Südwestweg VIIb - 50 Punkte; 1923, Herbert König u. Karl Ullrich – 40-Meter-Klassiker mit weiten Schlingenabständen, dafür aber in herausragend gutem Gestein.

Hoher Torstein, Südwand VIIb - 50 Punkte; 1936, Richard Dreßler – Guter Test: Auf sehr abwechslungsreichen 60 Metern werden alle für Sachsen notwendigen Fähigkeiten (Risstechniken, Schlingen legen, Moral, Wegfindung, Umgang mit Sandstein etc.) in verantwortbaren Dosen abgefragt.

Falkenstein, Südriss direkt VIIb - 50 Punkte; 1918, Karl Hradezky – Anspruchsvoller Klassiker in meist steilem Gelände und mit sehr weiten Sicherungsabständen. Zwar überrascht die Risslinie mit vielen Griffen, aber das Gestein will mit Vorsicht genossen sein. Die zweite Seillänge sind dann 30 Meter pure Arbeit in einem engen Kamin.

Schwarzes Horn, Südriss VIIb - 50 Punkte; 1937, Erwin Esche – Meist kombinierte Griff-Klemm-Kletterei in gutem Gestein mit schönem Handriss-Finish.

Kreuzturm, Nordwand VIIb - 60 Punkte; 1916, Emanuel Strubich – Historische Route von anno 1916, die auch heute noch vollen Einsatz verlangt und sich zu einem tagesfüllenden Programm auswachsen kann.

Rollenturm, Talriss VIIb - 60 Punkte; 1984, Gisbert Ludewig – 55 Meter lange Rissprüfung, die alle Klemmtechniken abfragt und trotz der drei Ringe durch Schlingen selber abgesichert werden muss.

Große Hunskirche, Vollständig Verlorene Illusion VIIc - 60 Punkte; 1981, Dieter Ulbrich – Gut gesicherter Stimmungsaufheller in kühler Nordseite.

Falkenstein, Schönwetterwand VIIc - 70 Punkte; 1986, Lutz Hilbenz – Gut gesicherte und für VIIc gutmütige, harmonische Kletterei mit „sächsischer Note“ nach fünftem Ring (gewisse Riss-Skills erforderlich) und „sächsischem Nachschlag“ ab dem sechsten Ring (kühler Kopf vonnöten).

Bussardwand, Südwand VIIc - 70 Punkte; 1968, Horst Griesbach – Auf 55 Metern senkrechter Wandkletterei ist kein Einzelzug schwerer als VIIb und es werden verschwenderisch viele Griffe geboten, aber auch das Potential, sich zu verzetteln. Bei weiten Sicherungsabständen helfen Ruhe und Auge für die richtige Linie.

Sandlochwächter, Hoffnungsschimmer VIIc - 70 Punkte; 1982, Falk Heinicke – Nach der ungesicherten Passage zum ersten Ring folgt schöne technische Kletterei mit Reibungscrux am dritten Ring.

Wolfsfalle, Südwesthangel VIIc - 70 Punkte; 1970, Horst Diewock – Gut gesicherter Genuss an einem Gipfel, dessen langer Zustieg mit einigen weiteren außergewöhnlich schönen Routen belohnt wird.

Souffleur, Südwestwand VIIc - 80 Punkte; 1980, Bernd Arnold – Nur 25 Meter lang, aber großartig! Konzentration zum ersten Ring und Zuversicht zum zweiten Ring helfen in den pumpigen, aber immer hinterschnittenen, festen Plattenstrukturen.

Höllenhundwächter, Gehobene Mittelklasse VIIc - 80 Punkte; 2008, Chris-Jan Stiller u. Robert Hohlfeld – Steil und homogen. Zwar mit teils weiten Sicherungsabständen, aber ohne bösen Fallen und in für Rathen ganz ordentlichem Gestein.

Vexierturm, Weinertwand VIIc - 80 Punkte; 1912, Eduard Weinert – Weg mit großer Geschichte, bei dem sich Eduard Weinert 1912 erstmalig in eine große, unbekannte Wand wagte, statt, wie damals üblich, Risslinien zu folgen. Auch heute noch gelten fast die gesamten 60 Meter als anspruchsvoll. Zum ersten Ring ist die Sicherung schlecht, dann eine schwere Einzelstelle und zwischen zweitem und drittem Ring sind 20 Meter unübersichtliches, filigranes Gelände mit sehr weiten Schlingenabständen zu bewältigen. Der Genuss ab dem dritten Ring und die Freude darüber, eine eindrückliche Bergfahrt wohlbehalten überstanden zu haben, lassen den Stress der ersten Seillänge schnell vergessen und führen, typisch für Sachsen, zu überschwänglichen Empfehlungen im Freundeskreis.

Eunuch, Sagenhafte Rinne VIIc - 80 Punkte; 1968, Horst Diewock – Sehr gut gesicherte Route, deren Anforderungen schön gleichmäßig verteilt sind und bei der man, gute Tritttechnik vorausgesetzt, nirgends dicke Arme bekommt.

Heringsgrundscheibe, Klein aber fein VIIc - 80 Punkte; 1982, Bernd Arnold – Nur 18 Meter klein, aber dafür feine technische Kletterei, die immer wieder Ruhepunkte bietet und mit bestem Gestein aufwartet.

Lehnhorn, Westflanke VIIc - 80 Punkte; 1970, Hermann Potyka – Homogene Route in gutem Gestein. Von Anfang an auf Seilzugvermeidung achten, sonst wird es in der reibigen Crux zu und nach dem dritten Ring hässlich.

Friensteiner Zacken, Rostige Wand VIIc - 80 Punkte; 1979, Wolfgang Glaser – Ist eine der Eisenplattenwände im Gebirge! Auf 40 Metern findet man in großer Zahl sehr gute Möglichkeiten für Knotenschlingen. Also auch viel an den Gurt hängen, ans Verlängern denken und für das Legen der Sicherungen ordentlich Kraftausdauer mitbringen.

Nordturm, Talweg VIIc - 80 Punkte; 1923, Rudolf Kaden – Nach einem langen, fordernden Riss folgt zur Belohnung eine Henkelparade, die im Gebirge ihresgleichen sucht.

Burgenerturm, Neue Nordwand VIIc - 80 Punkte; 1956, Fritz Eske – Sommer-Route mit klassischer Anlage und Linie. Die schwierigen Passagen lösen sich immer wieder gut auf.

Artariastein, Randstreifen VIIc - 80 Punkte; 1983, Frank-Rainer Richter – 35 Meter in bestem Gestein, wobei es nicht zu warm sein sollte. In der Crux zwischen erstem und zweitem Ring ist gute Fußarbeit gefragt.

Steinschleuder, Wünschelrute mit Direktvariante VIIc - 90 Punkte; 1949, Hans Peuker – Aufregend und gut gesichert zugleich. Erst eine beeindruckende, pumpige Wabenwand, dann etwas Riss und zum Abschluss noch ein paar Meter luftiges Geschiebe. Alles hoch über der Elbe, entrückt dem Touristentrubel von Basteiaussicht und Kurort Rathen. Aufgrund des einsturzgefährdeten zentralen Pfeilers wird heutzutage als erste Seillänge der „Direkte Südweg“ geklettert, der drei Meter über seinem vierten Ring eine delikate Reibungsstelle beisteuert.

Vorderer Höllenhundturm, Südostvariante zum Talweg VIIc - 90 Punkte; 1954, Alfred Barth – Rassiger Klassiker mit nie langweiligen 50 Metern auf schicken Aussichtsgipfel im Raaber Kessel. Hauptschwierigkeit ist die anspruchsvoll pumpige zweite Hälfte zum ersten Ring inklusive der zu legenden Sicherungen.

Großer Halben, Neuer Südwestweg VIIc - 90 Punkte; 1981, Michael Techel – Wandkletterei in phantastischem Gestein. Der Einstieg ist genießbar, wenn man auf dem Band Stand an einer Fädel-Sanduhr macht, kurz hochzieht und den nachträglichen Ring durch Rechtsquergang erreicht.

Berken-von-der-Duba-Wacht, Zuckervariante VIIc - 90 Punkte; 1983, Erhard Klingner – Hier ist man auf Reibung stehend und an Fingerlöchern hängend dauerhaft unter Strom. Nichts für Schwitzwetter. Das Gestein hat Premiumqualität und die Sicherung ist gut.

Meurerturm, Krämerriss VIIc - 90 Punkte; 1924, Rudolf Krämer – Durch viele Schlingen sehr gut absicherbar, falls man Kraft und Können mitbringt, diese auch zu installieren. Der Einstiegsquergang ist unproblematisch.

Schwarzes Horn, Barthreibung VIIc - 90 Punkte; 1949, Alfred Barth – Anspruchsvoller Klassiker. Eine 50 Meter lange Schleichfahrt, die keine Fehler verzeiht und bei der der erste Ring beängstigend weit oben steckt. Wer es dennoch wagt, belohnt sich mit eleganten Zügen in festem Fels und auf sauberer Reibung.

Domerker, Südwand VIIc - 90 Punkte; 1973, Bernd Arnold – Bis zur Hangel kaum sinnvolle Schlingen und der erste Ring wird überstiegen. Aber nur Mut, es ist herrlich griffig, fest und es bieten sich Rastpunkte zum Schütteln und Fokussieren.

Bloßstock, Westwand VIIc - 90 Punkte; 1916, Rudolf Klemm – Grandioser Klassiker ohne böse Stellen bei bestem Gestein. Hauptsächlich gilt es, sich in steilem, reibigen Gelände auf seine Füße zu verlassen, so auch in der Crux am zweiten Ring.

Heringstein, Bergweg VIIc - 90 Punkte; 1936, Richard Dreßler – Anspruchsvolle Risslinie, die einen nicht so schnell zur Ruhe kommen lässt.

Großes Bärenhorn, Reibungsattacke VIIc - 90 Punkte; 1985, Gisbert Ludewig – Mustergültige grifflose Reibung in Westseite. Am besten kühl genossen.

Bärfangwarte, Stolleverschneidung VIIc - 90 Punkte; 1936, Rudolf Stolle – 50-Meter-Linie in einer sehr ruhigen Ecke der Sächsischen Schweiz. Bis zum zweiten Ring schöne Hangelkletterei und dann ein überhandbreiter Riss plus 3D-Schulterriss-Einstieg. Auf den Einsatz von Schlingen darf sich gefreut werden.

Goldstein, Direkte Südwand VIIc - 90 Punkte; 1976, Michael Techel – Höchster Genuss auf der Kreuzfahrt durch ein vertikales Griffe-Meer. Für entspanntes Navigieren braucht man aber viel Ausdauer und einen klaren Kopf.

Thorwalder Wächter, Stülpnerkante VIIc - 90 Punkte; 1966, Horst Diewock – Die Strecke zum in großer Höhe steckenden ersten Ring lässt sich gut klettern und absichern. Das Gestein ist für Zschandverhältnisse gut.

Zyklopenmauer, Fingerkuppe VIIc - 90 Punkte; 1983, Matthias Gäbler – Herrlich griffige und luftige Wandkletterei. Dass der vierte Ring völlig außerhalb der Kletterlinie steckt, ist dabei nur ein Schönheitsfehler.

Großer Lorenzstein, Abseilspuren VIIc - 90 Punkte; 1995, Manfred Vogel u. Steffen Vogel – Technisch interessante Hauptschwierigkeit drei Meter über dem dritten Ring. Im Onsight durchaus eine Aufgabe.

Großer Lorenzstein, Stumpfe Kante VIIc - 90 Punkte; 1971, Günter Bach – 30 Meter Bastelei an runden Buckeln. Etwas Geduld ist hilfreich, weil sich dann doch immer wieder eine Lösung auftut.

Liliensteinnadel, Südostkante VIIc - 90 Punkte; 1949, Walter Lenk – Die 50-Meter-Route besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen. In der ersten Hälfte anregende 3D-Griff-Riss-Kletterei, die sich an der entscheidenden Stelle heutzutage mit einem Ufo #1 vertretbar absichern lässt. Die zweite Hälfte ist eine technisch anspruchsvolle Kante, bei der man die VIIc-Crux über einem 4-mm-Schnürsenkel vollführt.

Nasse-Schlucht-Turm, AKV-Weg direkt VIIc - 90 Punkte; 1981, Manfred Vogel – Technisch interessante Route in perfektem Gestein. Lieber nicht bei Schwitzwetter einsteigen.

Einsamer Ritter, Jubiläumsweg VIIc - 90 Punkte; 1971, Lutz Diestel – Nach dem abdrängenden Einstieg folgt ein Schlingenfest bis zum einzigen Ring nach 35 Metern.

Herkulesstein, Neuer Talweg mit Oberer Variante VIIc - 90 Punkte; 1971, Manfred Vogel – Keine Route für Schwitzwetter bei 45 Metern in voller Südseite. Es empfiehlt, sich im Rissauslauf alle Schlingenstellen für das fordernde Anschleichen an den zweiten Ring zu nutzen, was dann mit einem super Einhängegriff belohnt wird. Danach folgen abermals viele Meter ohne Sicherung an bielataltypischen Leisten.

Hallenstein, Südostwand VIIc - 90 Punkte; 1951, Harry Heinisch – Nur für den kompletten Kletterer, der sich sowohl im kräftigen Handriss (mit guten Schlingen) als auch in kleingriffiger Wand (ein paar Meter ohne Sicherung) wohlfühlt. Crux ist das saubere Vorbeiklettern am Ring im RP-Stil.

Verlassene Wand, Südostkante VIIc - 90 Punkte; 1971, Manfred Vogel – In bestem Fels 35 Meter intensiver Genuss ohne Leerlauf. Meist technische Stehkletterei mit konkreten Griffen.

Mittelwand, Direktverbindung VIIc - 90 Punkte; 1996, Uwe Schulze – Großzügige und homogene Ausdauerroute in perfektem Gestein bei senkrechter Wandkletterei. Crux nach dem fünften Ring.

Kleiner Grenzturm, Flechtenvariante VIIc - 90 Punkte; 1970, Andreas Hartmann – Technisch interessantes Geschiebe an herrlich festem Fels. Bei Hitze meiden und für die ausgesetzte Passage zum zweiten Ring Ruhe mitbringen.

Großer Grenzturm, Nordostwand VIIc - 90 Punkte; 1926, Willy Richter – Anspruchsvoller Vorkriegsklassiker entlang einer natürlichen Linie. Scharfer Start und dann kein einziger Meter Langeweile. Rissspatel nicht vergessen.

Dresdner Turm, Aprilriss VIIc - 100 Punkte; 1967, Horst Umlauft – Rassige Bergprüfung, bei der Ausdauer gefordert ist. Interessante, komplexe Zugfolgen, bei denen sich Klemmer, Fingerlöcher und Tritte abwechseln oder mischen. Im ersten Drittel liegen sehr viele gute Schlingen. Nach dem Ring sind die Sicherungsabstände zwar weit, aber es kommt kein Rausschmeißer mehr.

Amselspitze, Rengerweg direkt VIIc - 100 Punkte; 1971, Helmut Paul – Prädikat „sehr sächsisch“. Mut und Zuversicht werden belohnt und die Wegfindung ist Teil der Aufgabenstellung. Es liegen viele Schlingen, aber auf den 65 Metern zum Gipfel kommen dann doch teils große Abstände zustande. Am anspruchsvollsten ist die erste Hälfte der Strecke zum ersten Ring.

Amselspitze, Funkenstrecke VIIc - 100 Punkte; 1977, Dieter Rülker – Beeindruckend steile 60 Meter bis zum Gipfel ohne jeglichen Leerlauf in gutem Gestein. Keine harten Einzelzüge, aber bzgl. Klettertechnik und Absicherung sind Erfahrung gefragt.

Wolfsfalle, Champagnerriss VIIc - 100 Punkte; 1971, Horst Diewock – Nicht ohne Grund einer der bekanntesten Risse des Gebirges. Linie und Gestein sind das Optimum. Das erste Rissstück klemmt saugend und im Hundebahnhof liegt eine gute Dickschlinge. Das zweite Rissstück ist schon spannender und belohnt mit einem super Einhängegriff. Das abschließende dritte Rissstück fragt den Schwierigkeitsgrad ab und bevorteilt schmale Hände.

Kleines Bärenhorn, Südwestverschneidung VIIc - 100 Punkte; 1949, Herbert Wünsche – Bereits die Einstiegszüge sind schwer und bis zum Ring in 25 Metern Höhe kommt auch keine Langeweile auf. Meist hängt es etwas über und die vielen, sehr guten Schlingen wollen erst einmal gelegt sein. Dabei ist das Gestein herrlich fest, aber teils glatt.

Zyklopenmauer, Nordwestriss VIIc - 100 Punkte; 1951, Harry Rost – Normweg. Bis zum Ring kann man noch einige Hangelzüge einmischen, später gilt es, kompromisslos die Faust einzusetzen. Für Risskletterer ist die Sicherung trotz größerer Abstände tragbar. Das Gestein ist angenehm glatt und schont die Haut.

Zyklopenmauer, Talweg VIIc - 100 Punkte; 1951, Herbert Wünsche – Ringloses Abenteuer in zwei Akten, dessen Herzstück ein spektakulärer Handrissüberhang bildet. Für die Sicherheit müssen abwechselnd gute Schlingen oder sicheres Klettern sorgen. Das Gestein bleibt vom Einstieg bis zum Gipfelbuch bestens.

Conradturm, Bergarbeiterriss VIIc - 100 Punkte; 1972, Joachim Lieback – Route mit Charakter, bei der man vollen Einsatz zeigen muss und die sich dennoch gut absichern lässt. Crux ist eine Fingerrisspassage, in der man Gefahr läuft, sich mit Kevlarschlingen die besten Klemmstellen zu verbauen.

Förster, Urlaubsweg VIIc - 100 Punkte; 1956, Konrad Lindner – Eine edle Linie in super Gestein. In kombinierter Klemm-Griff-Hangel-Kletterei entlang eines ringlosen Risses zum Gipfel. Es finden sich durchgängig sehr gute Schlingen, die aber auch mit Ruhe und Sorgfalt gelegt sein wollen.

Kleiner Grenzturm, Nordostwand VIIc - 100 Punkte; 1954, Fritz Eske – Hier wird echtes sächsisches Traditionshandwerk abgefragt: Unter Druck Schlingen in einen dünnen Riss prügeln.

Als Tabelle - ohne Kommentare


Gebiet Gipfel Wegname Schwierigkeit Punkte
Rathen Talwächter Ostkante VI 5 Punkte
Kleiner Zschand Hinteres Pechofenhorn Gipfelstürmerweg V 5 Punkte
Bielatal Vorderer Schroffer Stein Westkante VI 5 Punkte
Rathen Steinschleuder Westkante VIIa 10 Punkte
Rathen Kleiner Wehlturm FKV-Kante V 10 Punkte
Schrammsteine Meurerturm Genießerspalte IV 10 Punkte
Schmilkaer Gebiet Rauschenstein Neuberweg (auch mit „EV“ oder „AV“) VI 10 Punkte
Schmilkaer Gebiet Stiegenwächter Talseite mit Ausstiegsvariante VIIa 10 Punkte
Schmilkaer Gebiet Großer Gratturm Finneweg VIIa 10 Punkte
Wildensteiner Gebiet Zyklopenmauer Hoher Winkel VI 10 Punkte
Wildensteiner Gebiet Zyklopenmauer Maiweg (auch mit Einstieg „Kinderspiel“) VIIa 10 Punkte
Wildensteiner Gebiet Teichsteinwächter Opas Weg VIIa 10 Punkte
Gebiet der Steine Dreifreundestein Alter Weg IV 10 Punkte
Gebiet der Steine Rauensteinturm Westverschneidung mit Direktvariante VIIa 10 Punkte
Gebiet der Steine Liliensteinnadel Geschützte Verschneidung VIIa 10 Punkte
Bielatal Stumpfer Kegel Südostwand VIIa 10 Punkte
Bielatal Verlassene Wand Breiter Kamin VI 10 Punkte
Bielatal Vorderer Dürrebielewächter Lamento VIIa 10 Punkte
Schrammsteine Vorderer Torstein Erkerweg (ohne Einstiegspfeiler) VIIa 15 Punkte
Schrammsteine Falkenstein Kotzwand VIIa 15 Punkte
Affensteine Bloßstock Wenzelweg V 15 Punkte
Affensteine Frienstein Himmelsleiter VIIa 15 Punkte
Kleiner Zschand Heringstein Südriss VIIa 15 Punkte
Kleiner Zschand Heringstein Augustinhangel VIIa 15 Punkte
Gebiet der Steine Förster Talseite VIIa 15 Punkte
Gebiet der Steine Zwillinge Neuer Talweg mit Ausstiegsvariante VIIa 15 Punkte
Rathen Sechserturm Südostriss VIIa 20 Punkte
Affensteine Brückenturm Westkante VIIa 20 Punkte
Wildensteiner Gebiet Wildensteinwand Talriss VIIa 20 Punkte
Wildensteiner Gebiet Kleiner Lorenzstein Lotlinie VIIb 20 Punkte
Bielatal Glatter Kegel Nordwestriss VIIa 20 Punkte
Rathen Honigstein Zauberrippe VIIb 30 Punkte
Wildensteiner Gebiet Zyklopenmauer Plattenwand VIIb 30 Punkte
Wildensteiner Gebiet Teichsteinwächter Zschandkante VIIb 30 Punkte
Bielatal Verlassene Wand Aehligweg VIIb 30 Punkte
Rathen Vexierturm Amselseekante VIIb 35 Punkte
Bielatal Kleine Herkulessäule Herkules' Rippe VIIb 35 Punkte
Brand Großer Halben Classic light VIIb 40 Punkte
Schrammsteine Falkenstein Nordwestkante VIIb 40 Punkte
Affensteine Frienstein Fliegelweg VIIb 40 Punkte
Bielatal Kanzelturm Direkte Südwand VIIb 40 Punkte
Bielatal Großvaterstuhl Talweg VIIb 40 Punkte
Rathen Langer Israel Alter Weg VIIb 50 Punkte
Brand Großer Halben Wettersteinerweg VIIb 50 Punkte
Brand Großer Halben Südwestweg VIIb 50 Punkte
Schrammsteine Hoher Torstein Südwand VIIb 50 Punkte
Schrammsteine Falkenstein Südriss direkt VIIb 50 Punkte
Schmilkaer Gebiet Schwarzes Horn Südriss VIIb 50 Punkte
Affensteine Kreuzturm Nordwand VIIb 60 Punkte
Affensteine Rollenturm Talriss VIIb 60 Punkte
Gebiet der Steine Große Hunskirche Vollständig Verlorene Illusion VIIc 60 Punkte
Schrammsteine Falkenstein Schönwetterwand VIIc 70 Punkte
Schmilkaer Gebiet Bussardwand Südwand VIIc 70 Punkte
Affensteine Sandlochwächter Hoffnungsschimmer VIIc 70 Punkte
Affensteine Wolfsfalle Südwesthangel VIIc 70 Punkte
Rathen Souffleur Südwestwand VIIc 80 Punkte
Rathen Höllenhundwächter Gehobene Mittelklasse VIIc 80 Punkte
Rathen Vexierturm Weinertwand VIIc 80 Punkte
Schrammsteine Eunuch Sagenhafte Rinne VIIc 80 Punkte
Schmilkaer Gebiet Heringsgrundscheibe Klein aber fein VIIc 80 Punkte
Affensteine Lehnhorn Westflanke VIIc 80 Punkte
Affensteine Friensteiner Zacken Rostige Wand VIIc 80 Punkte
Gebiet der Steine Nordturm Talweg VIIc 80 Punkte
Bielatal Burgenerturm Neue Nordwand VIIc 80 Punkte
Bielatal Artariastein Randstreifen VIIc 80 Punkte
Rathen Steinschleuder Wünschelrute mit Direktvariante VIIc 90 Punkte
Rathen Vorderer Höllenhundturm Südostvariante zum Talweg VIIc 90 Punkte
Brand Großer Halben Neuer Südwestweg VIIc 90 Punkte
Brand Berken-von-der-Duba-Wacht Zuckervariante VIIc 90 Punkte
Schrammsteine Meurerturm Krämerriss VIIc 90 Punkte
Schmilkaer Gebiet Schwarzes Horn Barthreibung VIIc 90 Punkte
Affensteine Domerker Südwand VIIc 90 Punkte
Affensteine Bloßstock Westwand VIIc 90 Punkte
Kleiner Zschand Heringstein Bergweg VIIc 90 Punkte
Kleiner Zschand Großes Bärenhorn Reibungsattacke VIIc 90 Punkte
Kleiner Zschand Bärfangwarte Stolleverschneidung VIIc 90 Punkte
Großer Zschand Goldstein Direkte Südwand VIIc 90 Punkte
Großer Zschand Thorwalder Wächter Stülpnerkante VIIc 90 Punkte
Wildensteiner Gebiet Zyklopenmauer Fingerkuppe VIIc 90 Punkte
Wildensteiner Gebiet Großer Lorenzstein Abseilspuren VIIc 90 Punkte
Wildensteiner Gebiet Großer Lorenzstein Stumpfe Kante VIIc 90 Punkte
Gebiet der Steine Liliensteinnadel Südostkante VIIc 90 Punkte
Gebiet der Steine Nasse-Schlucht-Turm AKV-Weg direkt VIIc 90 Punkte
Gebiet der Steine Einsamer Ritter Jubiläumsweg VIIc 90 Punkte
Bielatal Herkulesstein Neuer Talweg mit Oberer Variante VIIc 90 Punkte
Bielatal Hallenstein Südostwand VIIc 90 Punkte
Bielatal Verlassene Wand Südostkante VIIc 90 Punkte
Bielatal Mittelwand Direktverbindung VIIc 90 Punkte
Bielatal Kleiner Grenzturm Flechtenvariante VIIc 90 Punkte
Bielatal Großer Grenzturm Nordostwand VIIc 90 Punkte
Rathen Dresdner Turm Aprilriss VIIc 100 Punkte
Rathen Amselspitze Rengerweg direkt VIIc 100 Punkte
Rathen Amselspitze Funkenstrecke VIIc 100 Punkte
Affensteine Wolfsfalle Champagnerriss VIIc 100 Punkte
Kleiner Zschand Kleines Bärenhorn Südwestverschneidung VIIc 100 Punkte
Wildensteiner Gebiet Zyklopenmauer Nordwestriss VIIc 100 Punkte
Wildensteiner Gebiet Zyklopenmauer Talweg VIIc 100 Punkte
Gebiet der Steine Conradturm Bergarbeiterriss VIIc 100 Punkte
Gebiet der Steine Förster Urlaubsweg VIIc 100 Punkte
Bielatal Kleiner Grenzturm Nordostwand VIIc 100 Punkte

Downloads

Die Liste mit den Kommentaren als Download in verschiedenen Formaten.

Bestenliste

Sei der oder die Erste! Gib, nachdem du diese Klasse erreicht hast, weiter unten auf der Seite eine Meldung ab.

  • Sei
    der oder die
    Erste!

    Dein Name

    2025?

    Erscheine hier mit einer kurzen Vita und einem Hinweis zu deinem Ehrenamt und der gemeinnützigen Organisation, bei der du dieses ausführst.

Antrag Einreichen

Beim Erreichen der Klasse kannst du hier einen Antrag absenden, damit du anschließend in der Bestenliste aufgeführt werden kannst.